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Konzertbericht „Von Schwertern durchbohrt“

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In der BarockPur! – Konzertreihe „Europäische Barockmusik“ fand am 5. November ein Konzert unter dem Motto „Von Schwertern durchbohrt“ mit Musik von Antonio Vivaldi und Giovanni Battista Pergolesi statt. Auf das Hauptwerk des Abends, das „Stabat Mater“ von G. B. Pergolesi, hinführend war von Stephan Hoellwerth, dem musikalischen Leiter des Konzerts, war ein Spannungsbogen konzipiert worden, der den von Michael Malkiewicz moderierten Abend zu einem Erlebnis werden ließ.

 

Ausschnitte aus dem „Stabat Mater“ von Antonio Vivaldi eröffneten das Konzert; die kleine Besetzung ließ dem Alt von Agnes Mitterlechner-Wimmer viel Raum zur Entfaltung einer fast mystischen Stimmung. Einen Gegenpol dazu bildete das folgende „Salve Regina“ von Giovanni Battista Pergolesi, eine insbrünstige, ja fordernde Bitte an die Muttergottes. Regina Schachenhofer brachte alle darin enthaltenen Emotionsschattierungen zum Ausdruck.

Besonders berührend für die mehr als achtzig ZuhörerInnen war eine fast archaische Version des „Stabat Mater“ als gregorianischer Choral, mit einer Alt- und einer Sopranstimme sozusagen zum Maximum reduziert; das Sacellum bot mit seiner Atmosphäre den idealen Rahmen, um sich von dieser Musik „tragen zu lassen“.

Das „Stabat Mater“ von Pergolesi gilt heute ja als Inbegriff der Vertonung dieses Textes, auch ohne das Wissen darum, dass es fast schon der Schwanengesang des Komponisten war, verstand man an diesem Abend, warum das so ist.

Mit langanhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum bei den Künstlerinnen und Künstlern – die Konzertreihe hat sich damit wohl endgültig etabliert. Das eine oder andere Glas Wein  auf Einladung von Barock pur! beschloss des schönen Abend.“

 

Fotos: Gunter Sperka